In drei Zeilen: Deutschland pumpt Milliarden in Wind und Sonne, doch die Bilanz ist verheerend. Trotz eines Kapazitätsausbaus um 143 Prozent sank die Stromproduktion seit dem Jahr 2000 um satte zehn Prozent. Die Bundesrepublik deindustrialisiert sich durch Ausstieg aus Kernkraft und Kohle im Rekordtempo selbst.
Der Auslöser: Eine aktuelle Analyse der Schweizer NZZ legt offen, was die Berliner Blase gerne verschweigt. Deutschland produziert heute weniger Strom als zur Jahrtausendwende, obwohl das Land mit Subventionen zugepflastert wurde. Die massive Ineffizienz der deutschen Photovoltaik- und Windparks liegt sogar unter dem europäischen Durchschnitt.
Wer sagt was: „Als Großverbraucher werden wir gebeten, beiseitezutreten“, kritisiert Anne-Marie Großmann, Vorständin beim Stahlproduzenten Georgsmarienhütte (GMH). Sie berichtet, dass die Bundesnetzagentur Unternehmen auffordert, die Produktion bei Flaute zu drosseln. Es könne nicht Ziel der Politik sein, Firmen für das Nicht-Produzieren zu bezahlen.
Das Sittenbild: Während die Politik den Bürgern das Märchen von der günstigen grünen Energie erzählte, stiegen die Preise auf 0,38 Euro pro Kilowattstunde – einsamer Europarekord. In Frankreich zahlt man dank Kernkraft fast ein Drittel weniger. Die Quittung folgt prompt: Die energieintensive Industrie verliert seit 2022 massiv an Boden, über 50.000 Jobs sind bereits weg.
Schizophrenie der Ziele:
- Fakt: Deutschland will bis 2030 einen Anteil von 80 Prozent Erneuerbaren erreichen.
- Analyse: Trotz des Ausbaus blieb Deutschland 2023 einer der größten CO₂-Sünder der EU.
- Warum wichtig: Die Fixierung auf instabile Quellen zwingt zum Betrieb schmutziger Backup-Kraftwerke und treibt die Emissionen paradoxerweise hoch.
Das große Ganze: Der deutsche Sonderweg ist vergleichbar mit einem Geisterfahrer im europäischen Vergleich:
- Die Kapazität stieg um 143 Prozent, die tatsächliche Erzeugung sank um 10 Prozent.
- Spanien steigerte die Produktion um 30 Prozent, die Niederlande sogar um 40 Prozent.
- Der Atomausstieg tilgte 140 Terawattstunden sichere Jahresproduktion – etwa 30 Prozent des Gesamtverbrauchs.
Zwischen den Zeilen:
- Subventionsirrsinn: Da Anleger unabhängig von der Effizienz gefördert werden, wird Technik an Standorten ohne Wind und Sonne verbaut.
- Netzinstabilität: Die Volatilität ist so hoch, dass die Bundesnetzagentur die industrielle Basis „vom Netz nimmt“, um Blackouts zu verhindern.
- Deindustrialisierung: Ein Minus von 15 Prozent bei der Produktion energieintensiver Sektoren ist das Ergebnis planwirtschaftlicher Energiepolitik.
Follow the money: Das Geld der Steuerzahler fließt ungebremst in Anlagen, die nur bei idealem Wetter liefern. Da das Risiko durch staatliche Garantien vom Investor auf den Verbraucher abgewälzt wurde, fehlt jeder Anreiz für marktwirtschaftliche Effizienz. Der Strompreis dient hierbei als inoffizielle Zusatzsteuer für ein gescheitertes Experiment.
Die andere Sicht: Verfechter der Wende argumentieren, dass der Weg zu 80 Prozent Erneuerbaren eben Opfer erfordere und die Lernkurve steil sei. Dass diese Lernkurve allerdings direkt in die Arbeitslosigkeit und zur Abwanderung von Schlüsselindustrien führt, wird als notwendiger Kollateralschaden für das Weltklima verbucht.
Warum das wichtig ist: Wenn ein Industriestaat seine Grundlage zerstört, bevor ein gleichwertiger Ersatz bereitsteht, begeht er ökonomischen Selbstmord. Die Zahlen belegen, dass Deutschland nicht mehr Energie produziert, sondern nur mehr Geld für weniger Leistung ausgibt. Wer das „Erfolg“ nennt, hat die Kontrolle über seine Bilanz verloren.

