In drei Sätzen: Im Leibblatt der Linken fordert Gerald John in seinem Kommentar, dass Pensionisten zu Recht zur Kasse gebeten werden. Die schwarz-rot-pinke Regierung plant weitere Kürzungen bei der Inflationsanpassung von Pensionen und erhöht gleichzeitig die KV-Beiträge für viele Senioren. Gleichzeitig läuft das Pensionisten-Volksbegehren von Fritz Kinzlbauer als echter Gegenschlag gegen diesen Raubzug an der älteren Generation.
Der Auslöser: Der Standard-Artikel verteidigt die Sparpläne der Regierung bei Pensionen und blendet andere Ausgaben aus. FPÖ-Generalsekretär Michael Schnedlitz unterstützt das Volksbegehren und appelliert an ÖVP- und SPÖ-Seniorenvertreter. Das Volksbegehren läuft seit März 2026 und sammelt Unterschriften gegen weitere Belastungen der älteren Generation.
Wer sagt was:
- „Kürzungen sind für niemanden lustig, bei den Pensionen jedoch verkraftbar und nahezu unausweichlich“, schrieb Gerald John im Standard.
- „Unsere ältere Generation hat dieses Land mit Fleiß und Verzicht aufgebaut“, sagte FPÖ-Generalsekretär Michael Schnedlitz. Er forderte: „Lasst uns gemeinsam etwas für die Pensionisten tun.“
Das Sittenbild: Der Standard und die Regierung treiben ein falsches Narrativ. Sie belasten jene, die jahrzehntelang eingezahlt haben, während der Subventionssumpf weiter sprudelt. Das schafft einen eklatanten Widerspruch zwischen Rhetorik und Realität.
Das große Ganze: Der Förderungsbericht 2024 zeigt direkte Bundesförderungen von 12,6 Milliarden Euro und indirekte von 26,7 Milliarden Euro. Österreich liegt damit mit 6,7 Prozent des BIP klar über dem EU-Durchschnitt. So wird Steuergeld regelrecht vernichtet,
Zwischen den Zeilen:
- Die Regierung deckelt die Pensionsanpassung ab 2500 Euro und erhöht KV-Beiträge für viele Senioren.
- Asyl- und Fremdenwesen kosten 2026 weiterhin 621 Millionen Euro.
- Der ORF kassiert rund 710 Millionen Euro pro Jahr an öffentlichem Beitrag.
- Viele NGOs und Integrationsprojekte leben von laufenden Steuergeldern ohne echte Erfolgskontrolle.
- Babler und Holzleitner retten Verein mit 300.000 Euro Steuergeld.
- Das Pensionisten-Volksbegehren fordert volle Inflationsanpassung und Schutz vor weiteren Kürzungen.
Follow the money: Direkte und indirekte Subventionen summieren sich auf fast 40 Milliarden Euro jährlich. Dazu kommen über 600 Millionen Euro für Migration und hunderte Millionen für Medienförderungen. Das sind echte Milliardenlöcher, die man stopfen könnte, bevor man bei Pensionisten spart.
Die andere Sicht: Gerald John sieht die demografische Entwicklung als Hauptproblem und plädiert für mehr Fairness durch Zugriff auf Vermögen. „Die Fairness gebietet aber auch den Zugriff auf Vermögen“, schrieb er im Standard. Kritik an laufenden Förderungen, Subventionen, Migrationskosten oder dem ORF-Beitrag sucht man bei John vergeblich.
Go deeper:
- Analyse: Förderbericht 2024
- Milliarden im Blindflug
- Analyse: Klima & Umweltsumpf
- Gewesslers grüne Sünden
- Analyse: Der goldene Medienkäfig
- Propaganda und Förderung
Warum das wichtig ist: Bevor man sich auf die Pensionisten fokussiert, gibt es genug Baustellen, wo ein echter Kahlschlag möglich und dringend notwendig ist:
- Der Förderdschungel mit seinen 39,3 Milliarden Euro (12,6 Mrd. direkt + 26,7 Mrd. indirekt) muss radikal ausgedünnt werden – weg mit der Gießkanne, den intransparenten Agenturen (AWS, FFG, AMA & Co.), den 280 Millionen reinen Abwicklungskosten und den widersprüchlichen Klima- und Grünförderungen.
- Dazu kommen der aufgeblähte ORF, unzählige NGO- und Integrationsprojekte, die Asyl- und Migrationskosten sowie die ausufernde Parallelverwaltung.
- Erst wenn hier konsequent gespart und gestrafft wird, kann man ehrlich über Anpassungen beim Pensionssystem reden.
- Alles andere ist pure Umverteilung von unten nach oben und von Alt nach Neu, auf dem Rücken jener, die das Land eigentlich getragen haben.
Quellen:

