Christian Stocker - Screenshot YouTube Bundeskanzleramt - Runway FoB AI

Seine teuren Schreiberlinge

Überstunden und fette Gehälter belasten das Budget massiv.

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In drei Zeilen: Während die Teuerung die Geldbörsen der Österreicher gnadenlos auffrisst, gönnt sich das Bundeskanzleramt unter Kanzler Christian Stocker ein sündhaft teures Kabinett. Eine aktuelle parlamentarische Anfrage enthüllt nun die Millionen-Rechnung für den Steuerzahler. Im ersten Quartal 2026 explodierten die Personalkosten in lichte Höhen, doch bei den Details zu den eigenen PR-Schreibern schaltet die Regierung lieber auf stur.

Der Auslöser: Eine parlamentarische Anfrage der FPÖ-Abgeordneten rund um Michael Schnedlitz bringt das System zum Wanken. Gefragt wurde nach den exakten Personalkosten und der angeblichen Entbürokratisierung im Kabinett des Bundeskanzlers für das erste Quartal 2026. Die Antwort von Kanzler Stocker liegt nun schwarz auf weiß vor und zeigt, wie locker das Geld in der Regierungszentrale sitzt.

Wer sagt was: *

  • Christian Stocker (Bundeskanzler, ÖVP): Verweist auf den Datenschutz, um die konkreten Kosten für seine PR-Mitarbeiter im Kabinett und im Staatssekretariat zu verschleiern.
  • Michael Schnedlitz (FPÖ-Generalsekretär): Fordert lückenlose Aufklärung über die Posten-Strukturen und die versteckten Kosten der Regierungsbürokratie.

Das Sittenbild: Inmitten der schwersten Wirtschaftskrise blickt die Bevölkerung auf leere Konten, während im Kanzleramt die Korken knallen. Stockers Kabinett verschlang allein im Jänner 240.211,49 Euro, steigerte sich im Februar auf 240.318,87 Euro und schoss im März dank satter Sonderzahlungen auf astronomische 345.973,59 Euro hoch.

Das große Ganze: Das gesamte System bläht sich ungeniert weiter auf, während man dem Bürger permanent das Sparen predigt.

  • Im ersten Quartal 2026 wurden allein für das Kanzlerkabinett insgesamt 826.503,95 Euro an Personalkosten verpulvert.
  • Auch beim Kanzlei- und Sekretariatspersonal wurde nicht gespart: Hier flossen im März stolze 87.249,94 Euro.
  • Die Ausreden der Bürokratie bleiben dabei immer dieselben: Man verweist auf alte Anfragebeantwortungen und hofft, dass niemand genauer hinsieht.

Zwischen den Zeilen: Besonders dreist wird es bei der vermeintlichen Transparenz der Volkspartei. Zwei Mitarbeiter des Kanzlerkabinetts und ein Mitarbeiter aus dem Büro des Staatssekretariats wurden zusätzlich in einer sogenannten „Stabstelle Reformpartnerschaft“ geparkt, die praktischerweise bis Ende 2026 befristet ist. Reformen sieht der Bürger zwar keine, aber die Posten für die eigenen Leute sind bis zum Jahresende krisensicher einzementiert.

System füttert sich Fakt: Im Büro des Staatssekretärs im Bundeskanzleramt wurden im ersten Quartal 2026 zusätzliche gigantische Summen für Personal verbrannt. Im Jänner kostete der Spaß 154.982,78 Euro, im Februar 151.948,01 Euro und im März explodierten die Kosten auf 230.715,91 Euro.

Analyse: Das Staatssekretariat mutiert zur teuren Nebenstelle, bei der die Kosten im März inklusive der vierteljährlichen Sonderzahlungen durch die Decke schießen. Allein für Assistenz, Sekretariat und den exklusiven Fahrdienst wurden im März 56.091,18 Euro fällig.

Warum wichtig: Während der normale Arbeiter nicht mehr weiß, wie er den Sprit für den Weg in die Arbeit bezahlen soll, leistet sich die politische Elite einen eigenen, staatlich finanzierten Fahrdienst für ihr Gefolge.

Die Black Box

  • Fakt: Das Bundeskanzleramt verweigert unter dem Deckmantel des Datenschutzes die Herausgabe der konkreten Kosten für die PR-Mitarbeiter. Sowohl im Kabinett als auch im Staatssekretariat ist jeweils eine Person explizit mit „Agenden der Öffentlichkeitsarbeit“ betraut.
  • Analyse: Die Ausrede, dass die Kosten aufgrund der Rückführbarkeit auf eine Einzelperson geheim bleiben müssen, ist ein Schlag ins Gesicht für jeden Steuerzahler. Wer von öffentlichem Geld bezahlt wird, um Regierungspropaganda zu verbreiten, darf sich nicht hinter einer DSGVO-Mauer verstecken.
  • Warum wichtig: Hier wird mit voller Absicht vertuscht, wie viel Steuergeld in die Inszenierung der ÖVP-Regierungsmannschaft fließt.

Follow the money: Zusätzlich zu den ohnehin schon üppigen All-in-Verträgen und Sonderbezügen, die sämtliche Mehrdienstleistungen abgelten sollten, fallen saftige Extra-Kosten an. Wer keine Sonderverträge hat, kassiert bei den Überstunden extra ab. Im Kanzlerkabinett schlugen einzelverrechnete Überstunden mit 2.341,61 Euro brutto zu Buche. Richtig hingelangt wurde aber im Büro des Staatssekretärs: Dort wurden im selben Zeitraum unfassbare 9.501,50 Euro brutto nur für zusätzliche Überstunden abgerechnet.

Die andere Sicht: Das Bundeskanzleramt verteidigt die Ausgaben naturgemäß als absolut notwendig für den laufenden Betrieb der Regierungsgeschäfte. Man betont brav, dass die Beschäftigungen auf gesetzlichen Grundlagen wie dem Beamten-Dienstrechtsgesetz 1979 oder dem Vertragsbedienstetengesetz 1948 basieren. Zudem wird stolz darauf verwiesen, dass keine externen Trainees oder Mitarbeiter von NGOs und Unternehmen auf Staatskosten beschäftigt werden.

Warum das wichtig ist: Dieser Fall zeigt drastisch die totale Entkopplung der Regierung von der Realität der Menschen im Land. Während die ÖVP-geführte Regierung bei den Bürgern den Sparstift ansetzt und die Teuerung ignoriert. Wenn die Verwaltung der Krise teurer ist als die Hilfe für die Bevölkerung, läuft im Staat grundlegend etwas falsch.

Das sagt Frank: Datenschutz schützt eben vor allem die Schreiberlinge des Kanzlers.

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